- TitelLiturgische Handschrift - Kalendarium
- Provenienz
- Entstehung
- UmfangPergamentfragment, 1 kleinformatiger Ausschnitt, beidseitig beschriftet
- SpracheLatein
- SignaturGV.Ms-Fr 8
- Dokument-IDONR-50178
- Übergeordnete StrukturGV.Manuskripte - Fragmente
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Darin
Zweitverwendung als Einbandmaterial für ein Rechnungsregister (Kapelle Berg, 1698 - 1823); Buchdeckel und Rücken des Registers, bestehend aus Pappe, waren ursprünglich vermutlich vollflächig mit beschrifteten Pergamenten beklebt. Darauf deuten blaue und rote Tintenreste hin. Die betreffenden Pergamente wurden zu einem unbekannten Zeitpunkt vom Einband gelöst, ihr Verbleib ist unbekannt. Von der Pergamentumhüllung des Einbands ist lediglich der vorliegende langrechteckige Streifen, welcher senkrecht entlang der vorderen Kante des hinteren Deckels befestigt war, erhalten geblieben. Die trapezförmige linke Hälfte des Streifens wurde um die Kante umgeschlagen und verklebt. Daher ist sie beidseitig nicht weiter verschmutzt bzw. verfärbt. Die rechte Hälfte ist auf der nach außen gewendeten Seite bis auf einen Rand oben, rechts und unten verschmutzt/verfärbt. Der obere und untere Rand sind nicht verschmutzt, weil sie jeweils um die obere und untere Kante des hinteren Deckels geschlagen worden waren. Der rechte Rand blieb unverschmutzt, weil dort wohl das flächig auf den hinteren Deckel aufgeklebte Pergament überlappte. Die Tintenreste auf vorderem und hinterem Deckel entsprechen farblich jener auf dem erhaltenen Fragment; soweit Buchstaben und Beschriftungselemente im Abklatsch erkennbar sind, entsprechen diese gestalterisch jenen des erhaltenen Fragments. Es kann davon ausgegangen werden, daß die flächig auf dem Buchdeckel verklebten Pergamente vom gleichen Kodex stammen wie das erhaltene Fragment.
Beide Seiten des Blatts zeigen Abschnitte eines Kalendariums und sind durch feine rote Linien in fünf Spalten sowie zeilenweise eingeteilt. GV.Ms-Fr 8r zeigt noch vier Zeilen, GV.Ms-Fr 8v sechs. In der ersten Zeile von GV.Ms-Fr 8r sind die Kalenden des April eingetragen (1.4.). Es folgen die 4., 3. und 2. Nonen. Für die 2. Nonen (4.4.) ist in roter Tinte das Fest des Heiligen Ambrosius von Mailand [Ambrosii epi et cof] (Todestag) vermerkt. Die ersten drei Zeilen von GV.Ms-Fr 8 enthalten die Kalenden des März (1.3.), die drei nachfolgenden die Nonen 6, 5 und 4. Für die Kalenden ist mit schwarzer Tinte das Fest des Heiligen Albinus von Angers [Albini epi et cof] eingetragen.
