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- TitelSumma de casibus conscientiae [auch: Summa Pisana]
- Verfasser
- Entstehung
- AnmerkungTrier, Abtei St. Matthias
- SignaturGV.Ms-Fr 2
- Personen
- Orte
- Dokument-IDONR-49962
- Übergeordnete StrukturGV.Manuskripte - Fragmente
- Alle Dokumente in
Zugriffsbeschränkung
- Kein Digitalisat vorhanden
Darin
Provenienz:
Der Codex stammt laut Vermerk auf der ersten Textseite aus der Abtei St. Matthias bei Trier: "Codex S[ancti] Matthiae ap[osto]li prope Treviros. Ma[tthias] Coner [...]". Vgl. dazu Montebaur, Josef: Studien zur Geschichte der Bibliothek der Abtei St. Eucharius-Matthias zu Trier (Römische Quartalsschrift für Christliche Altertumskunde und für Kirchengeschichte. 26. Supplementheft), Freiburg i.Br. 1931, S. 97. Montebaur führt unter der Nummer 479 eine "Summa pisana de casibus conscientie per Bartholomeum de Pisis compilata", die in dem von ihm ausgewerteten Bibliothekskatalog der Abtei St. Eucharius-St. Matthias des 16. Jahrhunderts (Stadtbibliothek Trier, T 2229/1751) unter der Signatur H 106 verzeichnet ist. Unter 480 / T 2229/1751 H 107 nennt Montebaur eine zweite, von Abt Johannes Rode kommentierte Fassung ("Summa casuum Bartholomei di Pisis correcta per dominum Johannem Rode abbatem s. Mathie"). Laut Th. Falmagne (Thomas Falmagne, Die Echternacher Handschriften bis zum Jahr 1628 in den Beständen der Bibliothèque nationale de Luxembourg sowie der Archives diocésaines de Luxembourg, der Archives nationales, der Section historique de l'Institut grand-ducal und des Grand Séminaire de Luxembourg, Teil 1: Quellen- und Literaturverzeichnis, Einleitung, Abbildungen, Wiesbaden 2009, S. 89) handelt es sich bei GV.Ms-Fr 2 um das von Abt Rode kommentierte Exemplar. (Vgl. auch Petrus Becker OSB, Die Benediktinerabtei St. Eucharius - St. Matthias vor Trier (Germania Sacra, NF 34, Erzbistum Trier, 8), Berlin 1996, S. 88.)
Auf der ersten Textseite befinden sich zwei Vermerke, die vielleicht alte Signaturen darstellen. Es handelt sich oben in der Mitte um "81." und rechts daneben um "77.[durchgestrichen]".
Aufgefunden wurde der Kodex im Pfarrarchiv Echternach (Abholung durch das Diözesanarchiv Luxemburg 16. Januar 2020). Er befand sich vermutlich seit der Dienstzeit des Pfarrers Mathias Coner (1806 bis 1842) in der Bibliothek der Pfarrei Echternach. Die Bibliothek der Abtei St. Matthias befand sich seit der Besetzung Triers durch französische Truppen 1794 zunehmend in Auflösung. Mit Aufhebung des Klosters im Jahr 1802 beschleunigte sich der Prozeß, welcher sich noch bis wenigstens 1810 hinzog (vgl. hierzu Petrus Becker OSB, Die Benediktinerabtei St. Eucharius - St. Matthias vor Trier (Germania Sacra, NF 34, Erzbistum Trier, 8), Berlin 1996, S. 101-103). In dieser Zeit betätigte sich u.a. Johann Michael Klotten als Antiquitätenhändler und veräußerte u.a. Handschriften bzw. Kodizes aus den Bibliotheken der Trierer Abteien und Konvente. Klotten war von 1802 bis 1814 Polizeikommissar in Echternach, danach lebte er dort als Antiquitätenhändler (vgl. Clotten, Johann Michael Aloys / 1758-1829, in: Rheinland-Pfälzische Personendatenbank, url: http://www.rppd-rlp.de/pta0199, abgerufen 04.05.2021). Es ist anzunehmen, daß er in dieser Zeit die Handschrift aus St. Matthias an den Dechanten Coner verkaufte (diese Möglichkeit zieht auch Th. Falmagne, a.a.O., in Betracht).
